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Hümmlinger contra Medebacher
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Hümmlinger contra Medebacher
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Armin-Hagen Berberich
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 23.11.2006
Beiträge: 467
Wohnort: 71665 Vaihingen/Enz

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Alexander, einen schönen Sonntag Morgen,

eine Frage: sind die Rungen fest am Balken?
Wenn ja, wäre es bei der Überarbeitung für den Messingguß nicht sinnvoll, diese separat herzustellen. Dann könntest Du sie klappbar ausführen. Der Drehpunkt ist vorhanden und wird mit einer Niet hergestellt. Du müßtest die Runge im Eingriff nur etwas verbreitern oder verlängern um einen zweiten Bolzen für die Arretierung unterzubringen. Das hätte mehrere Vorteile: erstens läge bei Leerfahrten und eingeklappten Rungen der Schwerpunkt deutlich tiefer, zweitens wäre dies eine Erleichterung beim Verpacken und drittens könntest Du unterschiedliche Betriebssituationen darstellen. Ich habe bei meinen Trusewagen (Bausätze von Wolfgang Bayer) die Konstruktion auch so umgebaut, daß sie beweglich sind ( http://armin-berberich.de/andereBahnen/Truse40.htm ). Bei der Konstruktionszeichnung könntest Du die Rungen mit kleinen Hilfsstegen parallel zum Balken legen, das wäre dann auch nur ein Druck und vermutlich derselbe Preis.

Wir sehen uns bei SSS
Grüße aus VAI
Armin.

05.05.2019, 08:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
lokonaut
Administrator


Alter: 51
Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 2269
Wohnort: Gernsheim

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Hallo Armin,

zunächst einmal: Schön, dass du nach Stromberg kommen wirst. Die Drehgestellblenden aus Messing (gedruckt und gegossen über Shapeways) werde ich ebenso zum anschauen mitbringen wie die digitale Version des KOK-Buches.

Zum Drehschemelwagen: Natürlich sind die Rungen fest am Balken - sonst würden sie ja abfallen! Nee, schon klar: Auch ich habe schon daran gedacht, sie beweglich zu machen. Genau so, wie du das nicht nur vorgeschlagen sondern auch umgesetzt hast. Schien mir bisher die Mühe nicht wert, aber mit den runtergeklappten Rungen bei Leerfahrt hast du mich schon ein bisschen angefixt. Die erforderlichen Anpassungen sind ja so gewaltig nicht, derzeit sieht das noch so aus:



Wahrscheinlich werde ich es machen, also Drehpunkt ein bisschen verlegen, Rungen nach unten verlängern und zwei Bolzen (Niete) verbauen. Ausnahmsweise spielt der Preis dabei für mich keine Rolle. Ob ich jetzt 150,- ¤ oder 160,- ¤ für so ein Pärchen bezahlen muss, ist mir relativ egal, weil ich die Wagen einfach nur haben will.

Noch nicht optimal finde ich die Befestigung des Drehschemels auf dem Rahmen. Es gibt nämlich keine, d.h. der Balken liegt nur per Schwerkraft gesichert auf. Ich will noch versuchen, dass mit einer (oder zwei) Nase(n) am Königsstuhl zu ändern, damit die Schemel bei Verunfallung nicht so leicht durch die Gegend fliegen.
Außerdem fehlen noch die Rollen (oder wenigstens Gleitplatten) am Balken zur seitlichen Abstützung des Drehschemels auf dem Rahmen. Irgendwie haben die es nicht bis zum Drucker geschafft. Wobei ich aber fürchte, dass die im Betrieb mehr Ärger machen werden als sie nützen. Würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn sich die Räder gerne mal am Rahmen verhakeln. Evtl. sollte ich die Räderchen einfach ein kleines bisschen über dem Rahmen schweben lassen, damit das nicht passieren kann.
Zur "halbautomatischen" Verspannung der Sicherungsketten habe ich auch noch was im Hinterkopf.

Den gestrigen "Leerlauftest" haben die Wagen übrigens bestanden: Die Kupplungen lassen sich ebenso einfach wie die Radsätze montieren, die Romfordbuchsen passen an den vorgesehenen Platz, Kupplungshöhe stimmt, Drehschemel dreht ohne zu wackeln und sapperlott: Die Dinger rollen erstaunlich gut. Wusste bis gestern gar nicht, dass mein Testgleis abschüssig ist. Nur ein Gewinde lässt sich halt in die 3D-gedruckte Plaste nicht schneiden, aber so wie es aussieht, müsste das mit der dauerhaften Zerlegbarkeit klappen.

Es gibt auf jeden Fall noch genug Hausaufgaben, die ich bis Stromberg erledigen muss...

_________________
Viele Grüße

Alexander
05.05.2019, 18:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Armin-Hagen Berberich
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 23.11.2006
Beiträge: 467
Wohnort: 71665 Vaihingen/Enz

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lieber Alexander,

den Drehschemel solltest Du auf jeden Fall befestigen und nicht nur stecken. Ich habe bei meinen württ. Drehschemelwagen in den Balken (damals noch Weißmetall) von unten einen Zapfen eingeklebt, der am Ende ein Gewinde hat. Der Drehschemel wird durch den Boden gesteckt an dessen Unterseite noch eine Führung für die Aufnahme des Zapfens angegossen war. Durch eine Mutter wird der Drehschemel gehalten.

Wenn ich das richtig verstehe, dann verschraubst Du die beiden Wagenhälften genau in der Achse des Drehzapfens. Vielleicht solltest Du die Verschraubung seitlich verlegen, dann kannst Du mittig den Zapfen des Drehschemels durchstecken und von unten mit einer Mutter sichern. Wenn Du Messingguß machst, dann würde ich für den Zapfen im Balken nur eine Bohrung mit 2 mm vorsehen. Den Zapfen würde ich aus 2 mm Ms Rundmaterial selbst herstellen. Dann kannst Du die Länge des glatten Zapfens das im Lager steckt genau so austarieren, daß das Gewinde mit der Mutter auf Anschlag geht. Dann mußt Du die Mutter nich kontern. Dem Zapfen kannst Du kraftschlüssig in die Bohrung des Drehschemels einlöten.

Grüße aus VAI
Armin.

05.05.2019, 19:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
lokonaut
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 2269
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Danke Armin,

das werde ich umsetzen: Der Drehschemel wird befestigt.

Und ja, du verstehst das richtig, die Wagenhälften werden genau in der Mitte verschraubt. Dass dies mit der Befestigung des Drehschemels kollidieren würde, war mir zwar klar - aber ich hatte beim Entwurf noch die Illusion, mit einer supergenialen Schraubverbindung alles auf einmal zu erledigen. Diese Wunderschraube sollte sowohl die Häften zusammenhalten als auch zur Befestigung des Drehschemels dienen. Dummerweise ist mir bis heute so eine Schraube noch nicht begegnet - und ich wüsste auch nicht, wie sie aussehen könnte. Selbst wenn ich sie mal sehen sollte, würde ich sie daher nicht erkennen. Also mal wieder "Plan B".

Derzeit neige ich für die Befestigung zu einer Nut im Zapfen, in die ein Draht eingreift, der in den Balken des Drehschemels geschoben wird. Zumindest theoretisch ist das machbar, aber ob es auch praktikabel ist, muss sich zeigen.

Zwischenzeitlich habe ich den Prototyp grundiert, um besser sehen zu können, was ich da so konstruiert hatte:



Bei der Gelegenheit: Ohne Niete wäre so ein Wägelchen von Hand zwar relativ flott erbastelt, aber für meinen Geschmack sähe das dann auch etwas nackt aus. Zumindest auf den Fotos der Medebacher Drehschemelwagen sind es die Niete, die einem sofort ins Auge springen. Und das wollte ich bei den Modellen auch so wiedergeben, weshalb die Niete auch "ein bisschen" überdimensioniert sind. Und die Messingmodelle werden ja auch noch sandgestrahlt, womit ich keinerlei Erfahrung habe. Ich vermute aber, dass an exponierten Stellen schon mal ein bisschen Material verlustig gehen kann, was die Niete leicht abflachen wird!?

Auf gehts zur nächsten Iteration Winken

Ach ja: Ohne Schemel könnten die Teilchen auch ein brauchbares Drehgestell abgeben. Wegen der Bauhöhe aber eher für Meterspur geeignet, weil dort die Rahmenhöhe meist größer ist als bei den 750mm-Wagen.

_________________
Viele Grüße

Alexander
11.05.2019, 13:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
teetrix
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Hi Alexander,

mir gefallen die Wägelchen so gut, daß ich mir durchaus 2-3 Paare auf meinem Eisenbahnnetz vorstellen könnte...

Die Idee mit der Nut im Drehzapfen ist schon mal gut. Du könntest nun einen u-förmig gebogenen Drahtbügel in zwei Löcher längs der Fahrtrichtung einschieben und ihn so zugänglich halten, um ihn ggf. zu entfernen. Dasselbe ginge auch mit zwei Querschrauben, die sowohl die Drehgestellhälften zusammenhalten als auch den Zapfen arretieren, in dem sie in die Nut eingreifen.
Oder Du siehst als Gegenstück zur Nut einen entsprechend geformten Kragen an der Bohrung vor.

Mal sehen, ob ich davon heute abend eine skizze hinkriege...

Viele Grüße
Michael

_________________
Meine flickr-Seite hat nicht nur Eisenbahnfotos zu bieten: https://www.flickr.com/photos/teetrix/
11.05.2019, 13:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lokonaut
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Hallo Michael,

Skizzen sind gerne gesehen - idealerweise bevor ich die CAD anwerfe Winken . Aber kein Stress: Muss erst noch ein paar Isolatoren fertig machen, sonst gibts noch Ärger mit Hubert.

Bis du sicher, dass du 2-3 Paare willst? Zumindest aus Messing wird das kein billiges Vergnügen. Und selbst aus der Billigplaste wird ein Pärchen (ohne Räder, Kupplungen, Beschriftung) auch ca. 50,- ¤ kosten. In ordentlicher Qualität bei Kalle noch etwas drüber. Aber klar doch: Vorbestellungen und Anzahlungen sind willkommen Lachen

_________________
Viele Grüße

Alexander
11.05.2019, 14:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Armin-Hagen Berberich
begeisterter Schreiber



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Alexander, wenn Du an der Zentralen Montageschraube festhalten möchtest, dann noch ein Gedanke:
befestige die zwei Hätten durch eine Sechskant M4 Schraube. Spanne die Schraube vorher in die Drehbank und durchbohre sie mittig 1,5 mm. Dann kannst Du dem Bock einen 1,5 mm Zapfen verpassen und diesen zentral durch die Schraube stecken. Du kannst dem Zapfen eine Nut geben in den Du zur Arretierung einen Springring (Sicherungsscheibe DIN 6799) einschiebst, der auf am Sechskant anliegt.

Grüße aus VAI
Armin.

11.05.2019, 17:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
lokonaut
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Hallo Armin,

keine schlechte Idee - könnte allerdings an der nicht vorhandenen Drehbank scheitern. Und selbst wenn ich eine hätte, müsste ich das Ding erst einmal Bedienen lernen. Trotzdem ist die Sache noch nicht ganz verworfen. Mit etwas Bastelei und reichlich Ausschuss müsste das auch ohne Drehbank machbar sein.

Der erste Prototyp aus Plaste ist heute lackiert worden. Hat überraschend gut geklappt:



Könnte man jetzt eigentlich beschriften, aber für einen Proptotypen geht mir das etwas zu weit. Dann das Pärschen doch lieber einfach nur mal beladen und ab zur Probefahrt...

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Viele Grüße

Alexander
09.06.2019, 19:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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