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Getriebebau für einen B-Kuppler in H0e
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Getriebebau für einen B-Kuppler in H0e
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RS1325
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 07.09.2007
Beiträge: 405

Beitrag Antworten mit Zitat
Hi,

wollte ich schon immer mal fragen....wenn ich Corel Draw und Turbo-Cad lese - bist Du da irgendwie beruflich vorbelastet ?

Roland
17.11.2017, 12:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dampfross
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 10.08.2010
Beiträge: 260
Wohnort: Thüringen

Beitrag Software Antworten mit Zitat
Hallo Roland,

nein, ich habe keinen beruflich passenden Hintergrund. Das Arbeiten mit diesen Softwareprodukten habe ich mir selbst beigebracht. Ich bin aber weit davon entfernt, die tollen Möglichkeiten dieser Software voll ausschöpfen zu können. Ich konzentriere mich hier auf das Wesentliche, was ich zum Hobby benötige.

Spass am Hobby wünscht
Joachim

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18.11.2017, 18:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
WegezinBerlin
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 21.06.2008
Beiträge: 190
Wohnort: Berlin

Beitrag Antworten mit Zitat
Hallo Joachim,
ich verfolge deine Beiträge immer mit großem Interesse, auch wenn ich nicht immer einen Kommentar abgebe.
Die Bilder lassen wieder viele hochpräzise Teile erkennen! Mir fällt vor allem eine sehr gelungene Art der Motorhalterung auf! Kannst Du ein paar Angaben zur Herstellung machen? Ich gehe mal davon aus, dass der Motor über sein Gewinde eingeschraubt ist?
19.11.2017, 11:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dampfross
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 10.08.2010
Beiträge: 260
Wohnort: Thüringen

Beitrag Motorhalterung Antworten mit Zitat
Ein Hallo in die Runde,

prima, dass es Fragen zum Bau dieses Modelles gibt, selbst vom WegezinBerlin, der ja selbst schon wunderbare Projekte hier vorgestellt hat. Die Motorhalterung spielt bei einem Getriebe mit Zahnrädern der Baugröße M0,2 eine besondere Rolle. Die Motorwelle, auf der die Schnecke montiert ist, muss senkrecht über dem Schneckenrad in einer bestimmten Höhe montiert sein. Eigentlich ist die Herstellung der Halterung eine Sache für die CNC Fräse, hier muss aber eine handgesteuerte einfache Maschine genügen.

Der Hersteller des Motors (MAXON) hat zur Motorbefestigung ein Feingewinde M5,5 x 0,5 mit einem Anschlag vorgesehen. Die Daten für die Kernbohrung für das Gewinde sind allgemein zugänglich. Die Beschaffung eines Handgewindebohrers ist kein Problem, die Kosten sind überschaubar.

Meine Baubeschreibung ohne Bilder ist nicht die beste Variante, aber ich habe keine passenden Fotos.

Zunächst habe ich einen Hohlzylinder mit den passenden Maßen gedreht (für das Innendrehen gibt es sehr schöne kleine Meißel) und abschließend vom Rohling abgesägt. Die Trennfläche wird mit der Fräse oder mit der Drehbank verputzt. Der entstandene Hohlzylinder wird in die Drehbank eingespannt, der Reitstock wird verschiebbar montiert, er nimmt den Gewindebohrer für das Feingewinde auf und los geht es PER HAND !. Das Unterteil ist nicht so kompliziert zu fräsen, einziger Knackpunkt ist das exakte Ausdrehen der Bohrung, die den Hohlzylinder mit dem Feingewinde aufnehmen soll. Je genauer hier bearbeitet wird, desto besser sitzt der Motor später. Der Hohlzylinde wird eingesetzt und weich verlötet. Das Unterteil hat 2 Bohrungen mit einem M1 Gewinde zur Befestigung des Motors auf dem oberen Deckel des Getriebes. Noch eine Bemerkung zur unteren Auflagefläche: diese muss sehr genau gefertigt werden und absolut eben sein, also nich nachträglich runschleifen oder gar feilen. Am besten man macht diese Fläche in Fahrtrichtung noch breiter, als ich das getan habe. Dann wird die waagerechte Lage des Motors noch besser erreicht.

Ich hoffe, ich konnte das für die interessierten Leser verständlich rüberbringen.

Viele Grüße aus der Werkstatt
Joachim

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20.11.2017, 11:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
WegezinBerlin
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 21.06.2008
Beiträge: 190
Wohnort: Berlin

Beitrag Antworten mit Zitat
Hallo Joachim,
ich danke Dir sehr für deine anschaulichen Ausführungen! Auch bei meinem nächsten Lokprojekt wird mich die Frage einer speziellen Motorhalterung beschäftigen, dazu werde ich mich dann aber auf den MPSB-Seiten auslassen...
Ich bin sehr gespannt auf dein nächstes Projekt und würde mich wieder sehr freuen über einen ausführlichen Baubericht!
28.11.2017, 20:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Colorado
Schreiber


Alter: 67
Anmeldungsdatum: 16.06.2012
Beiträge: 43
Wohnort: Gelnhausen

Beitrag Feinwuchtung der Schwungmasse Antworten mit Zitat
Hallo Joachim,

ein großes Kompliment für diese sehr saubere Arbeit!

Du erwähnst, dass deine Schwungmassen feingewuchtet sind, bei der großen sind mehrere Bohrungen erkennbar.

Woher weißt du, an welcher Stelle wieviel entfernt werden muss?

Für eine Beschreibung deiner Vorgehensweise wäre ich sehr dankbar.

Wolfgang
05.12.2017, 12:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dampfross
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 10.08.2010
Beiträge: 260
Wohnort: Thüringen

Beitrag Re: Feinwuchtung der Schwungmasse Antworten mit Zitat
Colorado hat Folgendes geschrieben:
Hallo Joachim,


Du erwähnst, dass deine Schwungmassen feingewuchtet sind, bei der großen sind mehrere Bohrungen erkennbar.

Woher weißt du, an welcher Stelle wieviel entfernt werden muss?

Für eine Beschreibung deiner Vorgehensweise wäre ich sehr dankbar.

Wolfgang


Hallo Wolfgang,

über Fragen zur Technik beim Fahrzeugbau freue ich mich immer besonders.

Das Prinzip des Verfahrens, mit dem man den Ort bestimmen kann, an dem Material von einer bereits auf der Motorwelle montierten Schwungmasse entfernt werden muss, habe ich auf meiner HP (feinmechanikmodell.de) unter PRAXIS beschrieben. Die selbst gebaute Vorrichtung besteht aus einer elektronischen Baugruppe (2 Kanal.Oszilloskop als fertige Baugruppe), einen Drucksensor und einen optischen Sensor. Alle Teile sind leicht zu beschaffen, der Gesamtpreis bewegt sich deutlich unter 80 Euro und der Bau erfordert einen geduldigen Modellbahnfreund mit Tatendrang Winken. Die Vorrichtung eignet sich nicht für das serienweise Auswuchten von zahlreichen Schwungmassen, aber der typische Anwendungsfall beim Bau einer Handvoll Schwungmassen, dafür ist es gut zu gebrauchen. Wenn es den Wunsch nach einer detaillierteren Beschreibung gibt, nur zu.

Wenn man den Ort auf der Schwungmasse kennt, kann man mit einem kleinen Stück Klebeband die Unwucht behelfsmäßig und schrittweise beseitigen. Wenn dann die Lage und die Größe des abzutragenden Materials bekannt ist, wird die Unwucht dauerhaft beseitigt. Dazu ist das behelfsmäßig eingesetzte Klebeband zu entfernen und am gegenüber liegenden Ort eine Bohrung zu setzen. Durchmesser und Bohrungstiefe sind zuvor zu ermitteln. Die genaue Masse des Klebebandes ermittelt man aus seiner Fläche, die Bohrung ist dann eine Sache, bei der man sich in die Schulzeit zurückversetzt fühlt, der eine gern, der andere weniger gern - egal. Volumen und Dichte von Messing müssen her und los geht es. Nach getaner Arbeit dankt der Motor es damit, dass er seine höchste Drehzahl nach Datenblatt erreicht und auch langsam, nach dem Entfernen der Betriebsspannung, ausläuft.

Viele Grüße aus der Werkstatt
Joachim

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06.12.2017, 08:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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