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Feldbahnen in 1:32: Dieser Hof ist nicht, Jähner Hof

 
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Feldbahnen in 1:32: Dieser Hof ist nicht, Jähner Hof
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RoFra
begeisterter Schreiber


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 07.06.2009
Beiträge: 581
Wohnort: Treptow

Beitrag Feldbahnen in 1:32: Dieser Hof ist nicht, Jähner Hof Antworten mit Zitat
Schon vor einigen Jahren hatte ich mich mit der Maßstabs-Spurweiten Kombination 1:35 auf 16,5mm Gleisen versucht. Zwar machte das bauen im großen Maßstab Spaß, aber der Platzbedarf war mir einfach zu groß, zumal der Aufwand beim Eigenbau eher mehr als weniger im vergleich zur Spur 0 geworden wäre.

Durch das Produktsortiement eines kleinen westdeutschen Herstellers, hat sich dieses Gefüge etwas Verschoben was zu diesem kleinen Beitrag als start eines kleinen Basteltagebuchs geführt hat. Das Konzept kleiner Funktionsdioramen die gleichzeitig Bastelei, Spielzeug und Lehrstück sind, zieht sich dabei als "roter Faden" durch mein modellbauerisches Schaffen. Der Anspruch dabei möglichst nah am Original zu bleiben, wird dabei durch mein handwerkliches Geschick und meinem Fokus auf "Entspannung und Spaß" etwas verwässert. Epochentechnisch bewege ich mich je nach Maßstab und Projekt zwischen Epoche I/II und IV/V. Hier werde ich wohl zwischen der späten Epoche I, bzw. frühen Epoche II und frühen Epoche III bewegen. Der Anspruch, bei den Materialien möglichst nah am Vorbild zu bleiben (Holz und Metall) bleibt dabei erhalten.

Soviel zum Gewäsch, zu meinem Bezug zu diesem Forum und mein bisheriges Tun. Kommen wir nun zum eigentlichen Projekt: "Dieser Hof ist nicht Jähner Hof"

Geschichte

Zitat:
Dargestellt wird eine kleine Welt aus Wirtschaftsbahn in der Brandenburger Pampa, welche die um eine Ackerstadt liegenden Gutshöfe und Gehöfte anbindet. Eigentlich verband mal eine 750mm spurige Kleinbahn die (noch namenlose) Kleinstadt mit der großen Eisenbahn und damit der großen, weiten Welt. Schon während des 1. Weltkriegs - der damals noch der einzige war - wurde nach knapp 20 Jahren mit minimal Erträgen der Kleinbahnbetrieb eingestellt und in den Nachkriegswochen zur Materialgewinnung abgebaut. Dieser Umstand stellte die ehem. Anlieger der Bahn und besonders die Betreiber der Gutsbahnen vor ein logistisches Problem. Fuhrwerke und vor allen Dingen Pferde waren nach dem Krieg Mangelware. Der Bedarf an den produzierten Feldfrüchten aber regional, wie überregional erheblich. Also nutzte man die gegebenen Möglichkeiten und nutze die Reste der bestehenden Infrastruktur. Wo noch Gleise lagen wurden diese umgespurt, wo sie nicht mehr lagen, 600mm Gleise verlegt. An einer der ehem. Endstationen der Kleinbahn mit kleinem Lokschuppen wurde eine "große" Werkstatt eingerichtet, in der nicht nur Loks, Wagen und Feldmaschinen gewartet werden konnten, sondern über die Jahre auch der ein oder andere Wagen im Eigenbau entstand. Gleichzeitig entwickelte sich, ein kleinbahnähnlicher Betrieb, der mit minimalen Aufwändungen, minimalen Komfort und erhöhten Risiko für die Reisenden auch während der Wirtschaftskrise aufrechterhalten werden konnte.


Heute richtet sich unser Blick auf diesen kleinen Lokschuppen, am Rande eines Dorfes, das durch Geldmangel zur unbedeutenden Endstation einer Kleinbahn und nach deren Ende zu einerm der Mittelpunkte des feldbahnerischen Treibens in der Region wurde.

Umsetzung:

Gebaut wird auf im Maßstab 1:32 auf 400x250mm Modulkästen, die eigentlich für ein TTe Projekt gedacht waren. Vorbildspurweite sind 600mm, aus denen sich 18,75mm Modellspurweite ergeben. Den Anfang machen zwei Module. Das Eine wird einen Lokschuppen (Lenz Vorbild, ähnlich DKB(O und FKB) mit daneben liegenden Gleis werden. Das andere Modülchen wird die Gleisverbindung inkl. Weiche dorthin aufnehmen, sodass ein minimaler Fahr und Rangierbetrieb möglich ist.



Viel passiert ist bisher nicht aber für eine einfache Stellprobe und eine Vorstellung der Dimensionen zu bekommen, sollte das ganze Reichen.



Die Modelle sind meine Experimente in 1:35 ein O-Wagen nach Vorbild Lenz, der mein initialer Testbau war, sowie eine O&K MD1 von Shapeways (beide für 16,5mm Spurweite ausgelegt). Der O-Wagen wird wohl eine Zukunft haben, die MD 1 eher nicht. Dem Lokschuppenportal fehlt noch ein Sockel. Ob der die vom Vorbild abgeleitet 16mm Höhe haben wird ist noch unklar.



Auf die Kleinen Module passen jeweils ca. 12m Streckengleis, mit dem Lichtraumprofil der OMEG bekommt man theoretisch 3 Gleise nebeneinander.

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01.10.2021, 09:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen ICQ-Nummer
RoFra
begeisterter Schreiber


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 07.06.2009
Beiträge: 581
Wohnort: Treptow

Beitrag Antworten mit Zitat
Beeindruckend ist er schon, dieser große Maßstab. Es ist jetzt das vierte mal dass ich meinen "Standardlokschuppen" in leichten Abwandlungen in div. Maßstäben gezeichnet bzw. gebaut habe (1:120 gezeichnet und als Dummy umgesetzt, die 1:87 nur gezeichnet, 1:45 Gezeichnet und in Umsetzung) aber der hier ist einfach gigantisch.



Nicht nur dass ich zum ersten mal 4 Din-A4 Blätter brauchen werde, alleine um die Grundkonstruktion zu planen (dazu kommt min. eine Seite mit Türen, Fenster, Auf und Anbauten), auch die 25x15cm Grundfläche, die der Schuppen einnimmt,
klingen nicht so viel, wie sie am Ende wirken. Die kleine Grundfläche des Modulkastens tut dann das übrige für den Gesamteindruck. Zu beachten ist, dass hier immernoch einiges an Höhe fehlt (ca 45mm. 16mm unten, 30 oben). Ich finde immer wieder spannend, wie sich mit dem Maßstab auch die Perspektive und die Möglichkeiten des Darstellbaren ändern. Was mich immer wieder fasziniert, wie wenige Handgriffe und Veränderungen den Gesamteindruck einer Szene verändern.

Beim Bau habe ich div. Erfahrungswerte des ersten gemauerten Versuchs in 1:45 genutzt und es tatsächlich mal geschafft, gemachte Fehler im zweiten Anlauf zu vermeiden. Die Fachwerkkonstruktion ist jetzt an sich stimmiger und greift besser ineinander. Holz vor dem verarbeiten zu beizen, ist auch immer eine gute Idee. Positiv hat sich hier auch die einfachere Handhabung der Materialien ausgewirkt (die größeren Ziegel sind einfach griffiger). Generell bin ich diesmal weniger schneller vorangekommen. Unabhängig davon, wie sich das Projekt entwickelt, zumindest scheint es diesmal kein Monumentalprojekt auf dem Weg zu einer unendlichen Geschichte zu werden.



Was definitiv eine scheiß Idee war, war die lange Wand auf eine Korkmatte (1mm?) aufzusetzen (Stirnwand ist noch starke Pappe, beim 1:45 Pendant aka Pondon habe ich 0,2mm Polysterol bzw. bei den ersten Versuchen, noch ganz auf einen Untergrund verzichtet). Eigentlich sollte der Holzrahmen den Kork stabilisieren und der Kork selbst das Kleben erleichtern... war beides nicht der Fall. Nach dem Verfugen ist zwar alles Stabil aber um überhaupt bis dahin zu kommen, musste ich ordentlich Fluchen (generell gilt: So ein Fluchglas ist super um die Modellbaukasse aufzubessern. Man Flucht um zu investieren und jede Investition führt zu neuen Rumgefluche. The circle of life Sehr glücklich )

Die Fenster sind erstmal noch Verbarrikadiert. Es sind einfache Balsaholzeinsätze um die Leere dahinter zu verstecken.

PS: An der Stelle mal ein Dank an die Inspiration die ich hier aus diesem kleinen digitalen Habitat beziehen kann. Ohne shitaos Dreispitz (und Covid), würde dieses Projekt wohl nicht existieren.

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03.10.2021, 19:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen ICQ-Nummer
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