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Dieseltankstelle im Maßstab 1:16
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Dieseltankstelle im Maßstab 1:16
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Richard
Gast






Beitrag Dieseltankstelle im Maßstab 1:16 Antworten mit Zitat
Tankanlage für Dieselloks

Wer mit der Diesellok dieselt, der benötigt auch eine Dieseltankstelle. Genau genommen soll es eine als Tankanlage getarnte Akku-Ladestation werden.
Dazu habe ich zwei Kesselwagen von der Scientific Toys Ltd. aus China genommen. Die Kessel sind mit einem Durchmesser von 70 und einer Länge von 185 mm sehr gut für den Bau einer Kleintankstelle für die Kleinbahn geeignet. Das wäre in natura etwa 1,10 x 3,00 m, mit einem Fassungsvermögen von 2500 Litern pro Kessel.

Berücksichtig ist hier der 3e-Maßstab 1:16. Selbstverständlich kann man die Waggons auch als Bastelmaterial für die Baugrößen 2 oder 1 verwenden. Sie lassen sich problemlos auseinander schrauben und die Aufkleber sind leicht abziehbar. Die nicht benötigten Teile sind für andere Bastelarbeiten brauchbar.



Da die Kessel äußerlich mit Ringen aufgeteilt sind, kann man daraus auch sehr gut einen längeren Tank machen, wie dieses Bild eines in Arbeit befindlichen Kleinbahnkessels auf Unterwagen zeigt.



Als nächster Schritt wurden die beiden Kessel aus ihren Einzelteilen zusammen geklebt. Ich verwende für so etwas einen Zweikomponenten-Kleber von Pattex. Der füllt die Klebestellen aus und nach dem Trocknen, Abschleifen und Lackieren sieht man von den Fugen nichts mehr.



Die Kessel brauchen natürlich entsprechende Lager, wo sie drauf liegen können. Da ich von dem ST-Rahmen die Kessellager sowieso absägen muss (kann man für den Bau von Wagen jeglicher Art gebrauchen), habe ich diese genommen. Die Lagerböcke sind aber zu groß, weshalb ich sie verkleinert und dann unter die Kessel geklebt habe.



Bei der Spielbahn von Echo Toys sind solche Brückenteile dabei, aus denen ich die beiden Böcke gemacht habe. Und so sieht das aus, wenn die (bereits lackierten) Kessel drauf montiert sind.



Ein Tanklager braucht ein Auffangbecken (nicht unbedingt, aber ich bin nun mal so vorsichtig), damit bei einem Leck oder einer Störung kein Diesel ins Erdreich versickert. Ich habe hier ein solches aus 12 mm MDF-Platte gemacht. Die Innenmaße sind 170 x 200 mm und die Umgrenzungsmauer ist 40 mm hoch. Damit kann das Becken notfalls den gesamten Inhalt der beiden Tanks aufnehmen.



Damit sich das Ganze optisch gut macht, fräse ich in die Mauer eine rustikale Quaderstruktur (10 x 20 mm). Normalerweise sind solche Mauern aus Beton, aber ich finde, so etwas kann ruhig etwas schöner aussehen. Innen bleibt die Mauer natürlich glatt, denn sie ist dort verputzt und normalerweise mit einem ölbeständigen Anstrich abgedichtet. Für kleinere Baugrößen müsste die Steinstruktur entsprechend angepasst werden. So etwas würde bestimmt auch gut aussehen, wenn man die Mauer aus Compakt-Ziegeln oder selbst gegossenen Steinen bauen würde.

Ich habe das Untergestell auf eine Plastikplatte geklebt, die genau in das Becken passt. Die Steinstruktur wurde im Kalksandstein-Look lackiert. Das sieht jetzt noch etwas sehr frisch aus. Wenn alles fertig ist, wird das Ganze einer allgemeinen Verwitterung unterzogen. Da muss man sehen, wo was wie verschmutz oder abgenutzt sein müsste, wo welche Flecken hin gehören, damit das auch einigermaßen echt aussieht.



Die MDF-Platten eigenen sich übrigens hervorragend zum Basteln von Mauern und Gebäudeteilen. Sie sind stabil, leicht zu verarbeiten, lassen sich gut kleben und lackieren. Wenn man sie mehrmals streicht, sind sie auch in begrenztem Maße freilandtauglich.

Unten soweit fertig, geht es oben weiter. Bei den Hauben der Kesseldome habe ich die Deckel-Imitationen abgesägt. Wenn man die Tankanlage für LGB oder kleiner baut, könne sie so bleiben. Das passt gut. Aber für den Maßstab 1:16 muss was anderes drauf. Dazu werden aus 2 mm Polystyrol runde Platten mit einem Durchmesser von 45 mm gesägt (ich habe sie gedreht) und paarweise aufeinander geklebt.



Diese Deckel bekommen dann jeweils einen Ring von „Schrauben“. Das sind 1,5 mm Nägel, bei denen ich die Köpfe sechskantig gefeilt habe. Dazu zwei Griffe aus 2 mm Messingdraht. Auf den Deckel für den zweiten Kessel kommt dann noch etwas, das aussieht wie eine Entlüftung. Das Loch im Deckel für den ersten Kessel ist für den Einfüllstutzen vorgesehen.



Nun geht es an die Bühne, damit der Tankwart da oben rum laufen kann ohne vorher einen Lehrgang bei Reinhold Messner absolvieren zu müssen. Ich habe von einem ausgedienten Schreibtisch solche U-Leisten aus Plastik, vormals Führungsschienen für Schubladen. Daraus konnte ich eine passende Unterkonstruktion für die Bühne machen.



Das Geländer wurde aus 3 mm Messingdraht gebogen, gelötet und in die Unterkonstruktion geschoben. Die Bretter sind aus Sperrholz. Sie wurden mit einem Schraubenzieher malträtiert und mit einem Gemisch von schwarzer Schuhcreme und Terpentinersatz gepinselt, weshalb sie so alt aussehen. Die Leiter ist von Playmobil.



Das sind nun erst einmal die Kessel und die erste Lok wartet bereits auf den Service. Aber dazu benötig man eine Tanksäule und was sonst noch dazu gehört. Da lag eine Plastikbox mit Plexideckel, die einmal zur Aufbewahrung von Dias diente, in der Kiste.



Ja okay, Schneewittchens Sarg im Maßstab 1:12 hätte man auch draus machen können, aber ich habe mich für eine Tanksäule entschieden. Wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen hier.



Als nächstes war der Bau einer Pumpe auf dem Plan, mittels der mit dem Kesselwagen angelieferter Kraftstoff in die Kessel der Tankstelle gepumpt wird. Der Bau der Dieselpumpe ging schnell über die Bühne. Ich hatte noch Teile, die nicht nur wie eine Pumpe aussahen, sondern von einem tatsächlichen Pümpchen aus einem Feuerwehrauto stammen. Ein bisschen bearbeitet, zusammen geklebt, lackiert und fertig. Die Feinheiten kommen natürlich erst, wenn das Ganze zusammen gebaut wird, also die Rohre angeschlossen werden.



Nun kommt das eigentliche „Tanken“ dran. Ich brauche eine Vorrichtung, mit der ich die Akkus der Loks aufladen kann; eine flexible Verbindung zwischen dem Ladegerät und den entsprechenden Anschlüssen an den Loks. Das sollte im Gesamtbild der Tankanlage plausibel dargestellt werden. Mal schauen, was mir beim Durchwühlen meiner Restekiste dazu einfällt.

Solch eine Tankanlage ist ein sehr detailreiches Projekt. Wenn ich so etwas bastele, habe ich eigentlich nie einen festen Plan. Es genügt die grobe Zielrichtung. Alles weiter ergibt sich dann aus dem, was mir an Material zur Verfügung steht, welche Ideen mir beim Basteln kommen und was sich in meinen Bastelkisten noch so findet. Ich bin manchmal selber erstaunt, was dabei herauskommt.

Also, weiter auf dieser Baustelle.

Richard
22.01.2012, 23:55
Stainz_2
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Beiträge: 485
Wohnort: Wien

Beitrag Selbstbau in 1:16 Antworten mit Zitat
Hallo Richard,

schön, dass du deine im "eingestellten Nachbarforum" verloren gegangenen Bauberichte
nun hier neu einstellst Ausrufezeichen

Nachdem ja das Unterforum "scale1:32 ...." durch Kalle dankenswerterweise
auch für größere Massstäbe erweitert wurde,
warte ich schon gespannt auf deine weiteren Vorstellungen Sehr glücklich Sehr glücklich

Viel Erfolg und frohes Schaffen,
viele Grüße aus Wien

Günther

_________________
Günther
23.01.2012, 21:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Richard
Gast






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Die Zapfsäule und weitere Armaturen sollen überdacht werden.

Für die Seiten der Überdachung habe ich wieder Brückenteile von Echo Toys zurechtgeschnitten und aneinander geklebt. Das zweite Bild zeigt, wie die Armaturen unter dem Dach angeordnet werden. Das Dach selbst soll eine „Glasdach“ aus Acryl werden.



Die Kiste rechts (stammt von Dickie) ist offiziell eine Sandkiste, wird aber zur Unterbringung des Anschlusskabels für das Akku-Ladegerät benutzt.

Richard
25.01.2012, 19:43
Richard
Gast






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Inzwischen haben die verschiedenen Elemente der Tankanlage ihren festen Platz eingenommen. Die Rohrleitungen wurden aus 5 mm Rundeisen gemacht. Was da so aussieht wie Flanschen stammt aus einem verschrotteten Aktenvernichter. Die Aufhängung des Saugschlauches war mal eine Garnrolle. Telefon gibt’s auch in dem Kasten (ehem. Geldkoffer von Playmobil).



Es fehlen noch ein Feuerlöscher, eine Hängelampe zur Beleuchtung und natürlich das Dach.

Richard
30.01.2012, 17:11
Stainz_2
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 485
Wohnort: Wien

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Hallo Richard,

immer wieder anregend, deine Kreativität bei der Auswahl auch kleiner Ausstattungsdetails Idee

Sehr gut gelungen, schöne Arbeit.
Wo wirst du denn die Tankstelle einbauen, auf deiner Freilandanlage ?
Dafür ist die Ausgestaltung fast zu reichhaltig in dieser "verlustgefährdeten" Detaillierung Smilie

Oder planst du auch einen Innenanlagenteil?

Viel Vergnügen beim Bauen weiterhin,
viele Grüße aus Wien

Günther

_________________
Günther
30.01.2012, 22:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Richard
Gast






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Hallo Günther,

ich hatte ja ursprünglich vor im Keller eine 0m-Anlage zu bauen. Siehe hier:
http://www.kostenloses-forum.com/board/die-kyrenzer-eisenbahn-gesellschaft-keg-,nxu,01642644nx1878,t,886.html

Den Raum habe ich nun für die 3e zur Verfügung. Es wird bei dieser Baugröße dann natürlich keine richtige Anlage, sondern eher eine etwas größeres Diorama, auf dem man ein wenig rangieren kann, wenn es draußen zu kalt oder zu nass ist. Auch um die Fahrzeuge abzustellen, wo sie dann kurzfristig vorführbar sind. Und dafür ist die Tankstelle in erster Linie gedacht.

Grundsätzlich baue ich alles so, dass man es auch - zumindest zeitweise - draußen hinstellen kann, auf einem vorbereiteten Platz. Aber ich habe für draußen keinen Bahnhof mit Bw geplant. Draußen geht es mir mehr um weiträumiges Fahren mit einigen Ladestellen.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Garten mit dem Keller zu verbinden. Aber das geht dann schon in Richtung Stuttgart 21. Geschockt

Richard


Zuletzt bearbeitet von Richard am 06.02.2012, 17:30, insgesamt 2-mal bearbeitet
30.01.2012, 22:46
Stainz_2
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 485
Wohnort: Wien

Beitrag Antworten mit Zitat
Hallo Richard,

ja klar, deine Artikelserie zu 0m habe ich damals gelesen,
war so ziemlich am Anfang meiner 0e Aktivitäten bzw. meiner Teilnahme hier im Forum.

Da damals meine Selbstbauaktivitäten noch nicht gestartet waren,
habe ich mich zu dieser Zeit für deine 0m-Verkäufe leider nicht interessiert Traurig

Danke jedenfalls, jetzt ist mir klar, wo deine fein detaillierten Bauten ihre Verwendung finden werden.
Rangierdiorama für schlechtes Wetter ist eine gute Idee,
da kann man auch in großen Massstäben in der kalten Jahreszeit "durchtauchen" Lachen

Bin schon gespannt auf den Anlagenbau.

P.S.: Hoffe nicht, dass du bei einem eventuellen Durchstich vom Garten in den Keller
den Südflügel deines Hauses abreißen müßtest, so wie das heute in Stuttgart begonnen wurde Traurig

Viele Grüße aus Wien

Günther

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Günther
30.01.2012, 23:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Richard
Gast






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Nun ist die Tankstelle fertig. Der Feuerlöscher stammt von Playmobil. Da wurde nur der seitliche Griff abgesägt. Die Hängelampe ist von BELI, Art.-Nr. 120011, und das Dach wurde aus Acrylglas mit Polystyrolstreifen gemacht.



In der Sandkiste ist der Anschluss des Akku-Ladegerätes, welches sich unter dem Tisch befindet, untergebracht. Und so sieht das aus, wenn die Lok „aufgetankt“ wird.



Jetzt fehlt nur noch ein geeigneter Mitarbeiter, der für die Tankanlage verantwortlich ist und dafür sorgt, dass da nichts versickert. Den werde ich dann in meinem Figuren-Thread vorstellen.

Richard
05.02.2012, 17:47
Stainz_2
begeisterter Schreiber



Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 485
Wohnort: Wien

Beitrag Top!! Antworten mit Zitat
Da macht das Betanken ja richtig Spaß Ausrufezeichen
anders als im echten Leben,...

Hervorragende Arbeit, Richard,
wie immer Top hand clap hand clap hand clap

Bis demnächst, viele Grüße aus Wien

Günther

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Günther
05.02.2012, 20:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Richard
Gast






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Hallo Günther,

danke für das Lob. Die Umgebung der Tankanlage ist ja noch ziemlich kahl. Ich denke, dass die Sache optisch etwas mehr hergeben wird, wenn sie erst einmal in ein entsprechendes Umfeld eingebettet ist. Für den Platz hinter der Tankstelle ist ein kleiner Lokschuppen geplant, als nächstes Hochbauprojekt bei der Brauweiler Wirtschaftsbahn. Aber zunächst will ich den Tankwagen fertig machen, damit die Tankanlage auch mit Diesel beliefert werden kann. Dazu ein extra Baubericht.

Gruß von der Nahe an die Donau
Richard
06.02.2012, 17:28
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