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Anmeldungsdatum: 09.05.2006 Beiträge: 125 Wohnort: Braunschweig
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Verfasst am: 10.06.2006, 14:04 Titel: |
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Gymnasiasten in Sachsen-Anhalt erhalten Ergebnisse der Abiturklausuren
In Mathe müssen viele Schüler nochmal zur Prüfung
Von Philipp Hoffmann
Magdeburg. Die schriftlichen Abiturprüfungen in Mathematik haben wegen ihres hohen Anspruchs Schüler und Eltern in Sachsen-Anhalt verärgert. Die Prüfungsergebnisse verstärken den Unmut : Überdurchschnittlich viele Schüler müssen nach der schriftlichen auch noch eine mündliche Prüfung ablegen. Das ist dann erforderlich, wenn ein Schüler in einer Klausur weniger als fünf Punkte ( Note 4 ) erreicht hat oder sein Ergebnis um mindestens vier Punkte von der bisherigen Durchschnittsnote abweicht.
NachVolksstimme-Informationen muss teilweise jeder zweite Abiturient in Mathematik in die Nachprüfung. " Da stimmt irgendetwas nicht ", meint Annegret Schwarz vom Landeselternrat. Und auch Marcel Pytka vom Landesschülerrat vermutet, dass " irgendetwas faul ist ".
Die Gymnasien äußern sich zurückhaltender, bestätigen aber die Auffälligkeit der Ergebnisse. Als mögliche Ursache führen Schulleiter die Landes-Oberstufenverordnung von 2003 an, die im vergangenen Jahr erstmals angewendet wurde. Darin sind die genannten Regelungen zu den Nachprüfungen festgeschrieben. Schon 2005 führte dies in Mathematik zu einem drastischen Anstieg der Nachprüfungen.
Zugleich wurde mit der Verordnung Mathematik verbindliches Prüfungsfach für alle Abiturienten. Das heißt, es werden auch Schüler geprüft, deren Neigungen und Begabungen in anderen Fächern liegen. Schüler und Lehrer vermuten, dass dies zum Anstieg der Nachprüfungen beigetragen hat.
Viele Abiturienten fanden die Klausur aber auch schlichtweg schwer. Es galt, Aufgaben in analytischer Geometrie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Analysis ( Funktionen, Differentialrechnung ) zu lösen, wobei nach Grund- und Leistungskursniveau unterschieden wurde. " Es war utopisch, das zu schaffen ", sagt Jacqueline Elster ( 19 ) vom Landesgymnasium für Musik in Wernigerode. Sie hat eine 2 in Mathematik – und hat nun eine 5 geschrieben. Sandra Wegner ( 19 ) vom Bördegymnasium Wanzleben erfährt heute ihre Note. Obwohl sie in Mathematik auf 1 steht, hat sie kein gutes Gefühl : " Für die teilweise sehr schwere Klausur hat die Zeit nicht ausgereicht. "
Die zentralen Abituraufgaben wurden von einer Kommission unter Federführung des Landesinstituts für Lehrer fortbildung und Unterrichtsforschung ( LISA ) in Halle erstellt. Dessen Präsident Siegfried Eisenmann verweist darauf, dass die Prüfungsaufgaben bundesweiten Standards entsprächen. " Was vorgelegt wurde, ist bundesweit anerkennungsfähig ", sagt er.
Schüler, Eltern und Lehrer drängen dennoch auf eine gesonderte Auswertung der Mathematikprüfungen. Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz kündigte an, er werde sich damit befassen. Das Landesverwaltungsamt will Ende August genaue Ergebnisse der Abiturprüfungen vorlegen. |
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